Die 5 besten Wildkräuter für die Küche!

Wildkräuter in die Küche!

Wildkräuter sind eigene Persönlichkeiten mit jeweils ganz individuellem Charakter. Besonders diese wilden Freunde bieten dir eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten wie uns auch Haubenköche täglich vor Augen führen.

Der feine Unterschied durch Wildkräuter

Wildkräuter waren schon immer Zutaten bei vielen Speisen. Nur kleine Mengen reichen, um Inspiration zu geben und unseren Gaumen für neue Welten zu öffnen.

Dabei entdeckt man oft scheinbar Vertrautes als überraschend neu!

Fünf dieser heimische Wildkräuter die für jeden erreichbar vor der eigenen Tür stehen und viel zu wenig gewürdigt werden, möchte ich dir vorstellen.

Im Kräutersammelkalender findest du weitere Infos über die Sammelzeiten von Gewürzen und Wildkräutern!

Eines der leckersten Wildkräuter ist die Knoblauchsrauke
Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke ist als „der wilde Knoblauch“ bekannt und wird von Wildkräuter-Sammlern sehr geschätzt. Sie ist für ihr würziges Knoblaucharoma bekannt das beim Zerreiben der Blätter freigesetzt wird.

Wenn die Bärlauch-Zeit im Frühling vorbei ist, kann man für viele Gerichte alternativ die Knoblauchsrauke verwenden.

An schattigen Plätzen findet man sie häufig in Begleitung der Brennnessel.

Erst im zweiten Jahr treibt die Knoblauchsraut aus, denn im ersten Jahr bildet sie nur eine Rosette aus gestielten Blättern.

Als Würzkraut für Kartoffeln, Salate oder Kräuterbuttee verleiht das Wildkraut allen Speisen eine pfeffrige Note.

Die Pflanze enthält, genauso wie Meerrettich das Glykosid Sinigrin, das dem Kraut seinen leicht scharfen Geschmack mit zarter Bitternote verleiht. Früher wurde die Knoblauchsrauke als günstiger Knoblauchersatz verwendet und als Heilmittel bei problematischer Haut.

>>>> Beitrags-TIPP: Kräuter und Gewürze kaufen, aber WO?

Wacholder ist eines der ältesten Wildkräuter
Wacholder

Der Wacholder

Bei Soßen, Sauerkraut und Fleischgerichten sind Wacholderbeeren nicht wegzudenken.

Sie wirken appetitanregend und machen die Speisen bekömmlicher. Wacholderbeeren sind das einzige Gewürz, das von Nadelbäumen stammt und vertragen sich gut mit Majoran, Kümmel, Pfeffer und Lorbeerblättern.

Auch als Räucherkraut ist der Wacholder weit verbreitet!

Im ländlichen Raum werden immer noch Räucherungen mit Wacholder durchgeführt. Gerade wenn sich ansteckende Krankheiten auszubreiten drohen ist Wacholder ein guter Freund. Heute weiß man, dass die antiseptische Wirkung des Wacholders tatsächlich Keimherde abtöten kann.

Es wussten die Alten auch ohne wissenschaftliche Untersuchungen sehr genau über die Wirkung der Wildkräuter Bescheid.

>>>> Beitrags-TIPP:  Räuchern mit Kräutern ist viel mehr als nur ”böse Geister zu vertreiben”

Kümmel gehörte früher zu den Wildkräuter
Kümmel

Der Kümmel

Die Gesundheit kommt aus dem Darm und dort leistet der Kümmel seine heilkräftige Arbeit.

Die enthaltenen ätherischen Öle wirken krampflösend im Magen-Darm-Bereich und vertreiben Verdauungsbeschwerden.

Kümmel gehört deswegen auch zu den ältesten aller Gewürzen in unserem Kulturkreis. Das Heilkraut wurde deshalb auch sehr bald in den Bauerngarten eingebracht.

Ohne Kümmel würden uns viele Speisen gar nicht schmecken, und als Gewürz sollte kann man ebenso den wilden Kümmel  viel häufiger verwenden. Du nimmst die reifen Körner zum Würzen von Suppen, Soßen, Fleisch, für Brot und Gebäck.

Wildkräuter im Frühling
Bärlauch

Der Bärlauch

Der stark duftende Bärlauch wächst wild in humusreichen Laub- und Auenwäldern.

Die lanzenförmigen Blätter werden vor der Blüte von März bis Ende Mai gepflückt. Sie enthalten eine Menge wertvoller Inhaltsstofe – wie Magnesium oder Eisen.  Diese verleihen  »Bärenkräfte« – daher der altgermanische Name Bärlauch.

Um diese Inhaltsstoffe nicht zu zerstören sollte man Bärlauch möglichst roh verwenden. Bärlauch passt gut zu Käse, Suppen, Soßen, Pesto und Essig.

Aber Vorsicht beim Pflücken: Er sieht den giftigen Maiglöckchen ähnlich!

Wildkräuter der Göttin Freya
Beifuß

Der Beifuß

Beifuß wir auch „Wilder Wermut“ genannt und das verrät auch, dass das Kraut ein Verwandter des Wermuts ist.

Gerebelte frische Blätter der Pflanze machen einen fetten Braten würziger und leichter verdaulich. Beifuß sollte deswegen bei jedem Gänse- oder Schweinebraten dabei sein.

Seine verdauungsfördernde Eigenschaft hilft dem Körper schweres Essen besser zu verarbeiten.

Ein Kräutersalz mit Beifuß macht man aus 3 Teilen Salz, 2 Teilen Thymian, 1 Teil Rosmarin und 1 Teil Beifuß. Die Zutaten werden miteinander verrieben und anschließend trocken und dunkel gelagert.

In der Phytotherapie wird der Beifuß als sanftes Nervenmittel eingesetzt.

WICHTIG – sammle nur Gewürze und Kräuter die du kennst!

Bei einigen Pflanzenfamilien gibt es auch in unseren Breiten sehr giftige Doppelgänger!

Deshalb ist es WICHTIG, dass du dich informierst und am besten eine Kräuterwanderung bei einem Experten besuchst, bevor du anfängst Wildkräuter in deinen Speiseplan einzuführen.


Buchtipp!

Wildkräuter in der Vollwertküche

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BITTE BEACHTE:
Meine Artikel zum Thema Kräuterkunde sollen nur der Einführung zum Thema dienen und dazu, sich erste Informationen zu besorgen.
Meine Informationen ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder Apotheker. Wenn Du Beschwerden oder Probleme hast, dann wende Dich bitte an einen Arzt.
Bitte beachte, dass ich Dir keinen medizinischen Rat und keine medizinische Auskunft geben kann und darf. Wende Dich auch in diesem Fall an einen Arzt oder Apotheker.

1 Kommentar

  1. Über Instagram bin ich auf deinen tollen Blog gestoßen. Kräuter zählen auch zu meinen Leidenschaften 😊
    Lg Dagmar von Bestager-Reiseblog.de

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