Wasserweihe – Die zweite Station im Lebensrad

Taufe - Wasserweihe
Wasserweihe

Das traditionelle Fest zur Aufnahme eines Kindes in die Gemeinschaft ist die Wasserweihe

Aus der Wasserweihe hat sich die Taufe als Aufnahme in eine Gemeinschaft von Gläubigen abgeleitet.

Ein wichtiges Element bei der Wasserweihe ist natürlich das Wasser. Es ist ein altes Symbol für das Leben. Alles Leben kam aus dem Wasser. Viele Naturreligionen verehren die große Göttin auch in ihrer Gestalt als Mutter Ozean. Das Fruchtwasser, in dem wir vor unserer Geburt schwimmen und uns entwickeln, hat übrigens eine ähnliche Zusammensetzung wie das Urmeer.

Die Wasserweihe zur Einstimmung auf das Leben

Alternativ zur Taufe, findet als Begrüßungsfeier bei vielen Babys wieder die Zeremonie der Wasserweihe statt.

Eine Wasserweihe kann man selbst im Rahmen der Familie abhalten. In letzter Zeit finden sich aber auch wieder vermehrt Frauen, die mit Ritualarbeit die Übergänge im Leben eines Menschen begleiten. Ein Ritual wirkt wie ein Brennglas, das Energie bündelt und verstärkt. Diese Rituale dienen religiösen, sozialen und persönlichen Zwecken, und das erste Ritual ist die Wasserweihe.

Anleitung zu einer einfachen Wasserweihe – ohne religiöse Dogmen

Das Wasser, das wir bei der Wasserweihe benutzen, sollte klar und rein sein, am besten eignet sich frisches Quellwasser.

Vor der Zeremonie wird es geweiht und mit Kraft aufgeladen. Dazu füllst du das Wasser in ein sauberes Gefäß. Halte das Gefäß mit dem Wasser mit beiden Händen fest und mach drei tiefe Atemzüge. Atmet ruhig weiter und stell dir dabei vor, wie aus deinen Füßen Wurzeln in die Erde wachsen. Zuerst sind sie fein und dünn, dann werden sie kräftiger und stärker. Sinke tiefer und tiefer in die Erde, bis du dich ganz mit Mutter Erde verbunden fühlt.

Nehmt euch Zeit zu spüren

Dann schicke Mutter Erde mit jedem Ausatmen Liebe, Respekt und Dankbarkeit an den Wurzeln entlang zu ihr. Stelle dir dabei vor, wie deine Gefühle als Lichtwellen an den Wurzeln entlang nach unten laufen.

Wenn du so deinen Dank bekundet hast, nimm jetzt Kraft auf. Mit jedem Atemzug ziehst du die Kraft durch die Wurzeln nach oben. Auf dem umgekehrten Weg, auf dem du vorher Liebe, Respekt und Dankbarkeit hinunter geschickt hast, nimmst du jetzt Kraft auf.

Halte nun eine Hand über das Wasser und atmet bewusst aus. Visualisiere dabei, wie die Kraft in Form von blauem Licht, aus deiner Hand ins Wasser einfließt.

Bedanke dich noch einmal bei Mutter Erde und ziehe deine Wurzeln wieder zurück. Achte unbedingt darauf, dass du jedes mal bevor du etwas nimmst, auch etwas gibst – wie etwas Liebe, Respekt, Dankbarkeit oder Opfergaben in Form von Früchten, Blumen, Nahrung oder Rauchopfer. Nachdem du das Wasser geweiht hast, kannst du nun das Kind damit weihen.

Zu Beginn der Zeremonie wird Mutter Erde eingeladen das Fest mit zu feiern. Auch die Hüter der Elemente sollten zu Beginn des Rituals eingeladen werden.

Die Gäste stehen im Kreis und  begrüßen die Elemente

Eine Ritualleiterin begrüßt die Elemente mit den Worten: Ich grüße die Kräfte des Ostens, Südens, Westens und Nordens. Daraufhin sagen die anderen Anwesenden jeweils die Assoziation, die sie mit dieser Himmelsrichtung oder dem entsprechenden Element (Osten – Luft, Süden Feuer, Westen Wasser, Norden – Erde) verknüpften.

Obwohl es sehr simpel klingt, ist diese Art der Anrufung überaus kraftvoll.

Auch die Ahnengeister des Kindes sollten zum Ritual eingeladen werden, am besten, man bringt ihnen Opfer in Form von Milch, Honig oder Alkohol dar.

Vor der eigentlichen Weihe tritt dann die Ritualleiterin auf die Eltern und Paten zu und fragt sie nach dem Namen, den das Kind erhalten soll. Es empfiehlt sich, den Namen nach der Bedeutung auszusuchen, denn nicht jeder schön klingende Name hat eine schöne Bedeutung.

Der Name sollte zum Kind passen

Während der Zeremonie wird das Kind von seinen Eltern oder den Paten im Arm gehalten. Die Ritualleiterin benetzt dann den Kopf des Kindes mit dem geweihten Wasser und spricht dabei:

Ich segne dich (Name des Kindes), Sohn / Tochter der (Name der Mutter) und des (Name des Vaters) und begrüße dich auf Mutter Erde. Möge sie über dich wachen und dich beschützen.

Das restliche Wasser sollte auf dem Erdboden ausgegossen werden, damit die Kraft, die in ihm ist, wieder zu Mutter Erde zurückfliegt. Nach der Weihe sollten die gerufenen Kräfte wieder verabschiedet werden.

Das kann auf folgende Art geschehen. Die Ritualleiterin spricht:

Ich danke den Ahnen des Kindes, den Kräfte des Nordens, des Westens, des Südens und des Ostens für eure Kraft, eure Liebe und euren Schutz und entlasse euch aus diesem Kreis, auf da ihr zurückkehren möget, zu eurer Bestimmung!

Zum Abschluss des Rituals kann man auch noch gemeinsam singen.

Nach der Wasserweihe kommen meistens die Gäste und überreichten Geschenke für das Kind und es wird gefeiert und getanzt.

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von Anna Maria in Blog 0

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