Die Mistel – heilige Pflanze der Kelten und im Blickpunkt der modernen Medizin!

Mistel
Mistel

Sammelzeit: Die Inhaltsstoffe der Mistel sind im Herbst und im Frühjahr im heilkräftigsten.

Verspätet sich im März das Frühjahr mit Kälte und Frost, ist die Mistel erst im April und Anfang Mai heilkräftig.

Die Mistel wurde in früherer Zeit als Zauberpflanze angesehen. Sie galt den Priestern in vorchristlicher Zeit als heilige Pflanze mit großer Heilkraft, die jedes Übel beseitigen konnte.

Dieser kugelförmige Schmarotzer wächst auf Eichen, Pappeln , Tannen, und Apfelbäumen, mitunter auch auf Linden und Weiden.

Die Medizin setzt in den letzten Jahren die Mistel vorbeugend gegen Krebs ein

Die Verwendung der Mistel in der Krebstherapie geht auf den Anthroposophen Rudolf Steiner zurück. Mistelextrakte hemmen bei manchen Krebsarten das Tumorwachstum, weil sie die Abwehrkräfte des Körpers unterstützen und den Zellwucherungen entgegenwirken.

Die Mistel-Inhaltsstoffe gehören zu den am besten untersuchten in der Pharmazeutik, vor allem die Wirkung auf Krebs hat es auf über 1000 wissenschaftliche Veröffentlichungen gebracht. Mistel-Präparate, so die neuesten Forschungen, besitzen immun-verändernde Eigenschaften.

Sie verbessern die Lebensqualität von Krebskranken und machen die Nebenwirkungen einer Strahlen- oder Chemotherapie erträglicher.

Die körpereigenen Immunzellen steigen (im Tierversuch) auf das mindestens Fünffache.

Die Volksmedizin kennt die Tee-Anwendungen bei Krämpfen, Epilepsie, inneren Blutungen, Störungen des Blutkreislaufes, Schwindel, schwachem Gedächtnis, Migräne, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Drüsenschwäche und Zuckerkrankeit.

Die krampflösende Eigenschaften haben sich bei Asthma bewährt, außerdem zur Nachbehandlung nach einer Geburt.

Misteln können Arteriosklerose günstig beeinflussen. Während sich Viscotoxin vor allem in den Blättern und Stängeln befindet, ist Mistellektin vor allem in Beeren vorhanden.

Für gute Mistel-Präparate wird deshalb zweimal gesammelt, aus Blättern und Früchten werden Auszüge hergestellt, die für ein Arzneimittel wiederum zusammen gemischt werden.

Auch äußerliche Anwendung der Mistel ist möglich. Aus einem starkem Aufguss (1 Handvoll Misteln auf 1 Liter Wasser) macht man Kompressen oder Auflagen bei Ischias, einer Nervenentzündung, aber auch bei einer Rheuma-Attacke.

Die Mistel in der Mythologie unserer Vorfahren

  • In geheimnisvoller Lebensweise, nicht von der Erde ernährt und ohne Samen entstanden, grünt sie in Frost und Kälte fort. Nach altem Volksglauben schlägt niemals ein Blitz in den Baum, der die Mistel beherbergt.
  • Im Volksmund auch Albrute, Donarbesen, Drudenbusch, Heiligholz, Hexenbesen, Kreuzholz und Vogelleimholz genannt.
  • Nach der Sage öffnet ein Mistelzweig die Pforten zur Unterwelt und sollte vor Zauberei und Krankheit schützen. In der germanischen Mythologie brachte die Mistel dam Frühlingsgott Baldur den Tod, weil sie als einzige Pflanze nicht geschworen hatte , Baldur zu schützen. So wurde Freyas Sohn durch einen Mistelpfeil getötet.
  • Den Kelten war die Mistel, die auf einer Eiche wuchs, so heilig, dass sie sich ihr nur unter Verbeugung und Gebeten näherten. Sie wurde am sechsten Tag vor Neumond von weiß gekleideten Priestern mit einer goldenen Sichel geerntet und in einem weißen Mantel aufgefangen.
  • Man schlachtete zu diesem Fest zwei weiße Stiere und weihte die Zweige mit deren Blut. Die Eichenmistel ist in der Zwischenzeit weitgehend verschwunden, sie heute zu finden gilt als großes Glück.
  • Die Beeren der Mistel fasste man in Silber und trug sie um den Hals. Die Mistel sollte den Baum vor schädlichen Auswirkungen schützen. Dasselbe nahm man beim Menschen an.
  • Fand man eine Mistel auf einem Haselstrauch oder Weißdorn, so sollte ein Schatz darunter vergraben sein. Fand ein Mädchen Misteln am Apfelbaum, so sollte es bald zur Braut werden. Jägern sollte der Mistelzweig Glück beim Jagen und Schießen bringen.
  • Von den vielen Bräuchen rund um die Mistel ist nur noch das Aufhängen der Mistelzweige zur Weihnachtszeit erhalten. Wer eine Frau darunter führt, soll sie küssen dürfen.
  • Zwischen Europa und Asien galt die Mistel als geheimnisumwitterte Pflanze der Götter. Sie war ein Fruchtbarkeitssymbol, das angeblich gegen Besessenheit (Krankheit) schützte.
  • Manchmal findet man noch alte Rosenkränze, die aus genau diesem Grund aus dem Mistelholz geschnitzt sind.

Buchtipp zum Thema Mistel

Misteln – kraftvolle Krebsheiler aus der Natur: Vorbeugen, lindern, heilen
von Johannes Wilkens (Autor), Gert Böhm (Autor)

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