Johanniskraut, das Heilkraut für traurige Seelen

Johanniskraut
Johanniskraut

Das musst du über Johanniskraut wissen

Johanniskraut ist seit Urzeiten eines der wichtigsten Heilkräuter, und wird in manchen Gegenden Österreichs und der Schweiz auch Hartheu oder Hexenkraut genannt. Wenn das Kraut in voller Blüte steht, kannst du die Triebe des Johanniskrauts ernten und zum Trocknen aufhängen. Das Heilkraut entfaltet sich zur Zeit der stärksten Lichteinstrahlung, der Sonnenwende. Die Pflanze scheint förmlich vom Licht durchtränkt. Hält man Blätter und Blüten gegen das Licht, erkennt man eine Menge durchsichtiger Punkte, so als ob sie durchstochen wären.

Beim Zerreiben der Blüten zwischen den Fingern zeigt sich ein roter Farbstoff. Durch diesen Farbstoff erhält das allseits beliebte Johanniskraut-Öl seine wunderschöne rote Farbe. Gesammelt wird das Kraut, Blüten, Stängel und Blätter. Für die Johanniskraut-Öl Zubereitung nimmt man allerdings nur die Blüten und Knospen.

Bei diesen Erkrankungen setzt du Johanniskraut ein

Johanniskraut hat zwei sehr wichtige Eigenschaften: Es hilft, trübe Gedanken, Traurigkeit und Depressionen zu lindern, und es beruhigt und lindert Schlaflosigkeit. Zugleich wirkt es sehr gut bei Prellungen und blauen Flecken. Weil das Johanniskraut auch eine desinfizierende Wirkung hat, kannst du es bei unreiner und zu Pickel neigender Haut gut zur Hautreinigung verwenden.

Ein Johanniskraut-Tee gegen Traurigkeit und trübe Gedanken

Für den Johanniskraut-Tee gibst du zwei gestrichene Teelöffel getrocknetes Kraut in eine Tasse und füllst sie mit kochendem Wasser. Lass den Tee nun zehn Minuten abgedeckt ziehen, siebe das Kraut sorgfältig ab und trinke täglich zwei Tassen heißen Tee. Obwohl das Johanniskraut keinen besonders strengen Eigengeschmack hat, kannst du den Tee jeweils mit einem Löffel Honig süßen.

Ein Johanniskraut-Umschlag bei Prellungen und Verstauchungen

Für einen Umschlag gibst du drei Esslöffel getrocknetes Kraut in 75 ml Kornschnaps und lässt es, am besten in einer fest verschlossenen Flasche, ein bis zwei Stunden ziehen. Schüttle die Flasche gründlich und warte weitere 15 Minuten, bevor du den Inhalt auf ein mehrfach zusammengefaltetes Tuch oder eine Mullbinde gibst. Lege das Tuch nun auf die verstauchte Stelle und umwickle es fest mit einem Handtuch. Lass es dort liegen, bis der Umschlag warm wird.

Ein Johanniskraut-Balsam gegen unreine Haut

Für den Johanniskraut-Balsam brauchst du drei Esslöffel des getrockneten Krautes, das du in einen kleinen Becher oder Topf gibst. Mische nun etwa 100 Gramm einer möglichst neutralen, also nicht parfümierten Fettcreme hinzu und rühre diese Mischung sehr gründlich durch. Decke das Gefäß nun mit Frischhaltefolie so dicht wie möglich ab und stelle es drei Tage lang in den Kühlschrank. Danach rührst du die Creme nochmals fünf Minuten lang durch und lässt sie einen weiteren Tag im Kühlschrank ruhen. Nun ist der Balsam fertig, und du trägst fünf Tage lang jeweils morgens und abends eine dünne Schicht davon auf die betroffenen Hautstellen auf und lässt sie einziehen. Dabei bleiben auch kleine Krümel des Johanniskrauts auf der Haut kleben – nachdem der Balsam eingezogen ist, wischst du sie einfach ab.

WICHTIG: Du kannst das Johanniskraut bei jeder Art von unreiner Haut einsetzten – bei einer behandlungsbedürftigen Akne musst du aber in jedem Fall vorher mit deinem Arzt darüber sprechen. Und noch etwas: Das Johanniskraut macht die Haut etwas lichtempfindlicher, als sie üblicherweise ist. Wenn du eine Neigung zu Sonnenallergie hast, solltest du das Johanniskraut nur sehr vorsichtig einsetzen.


Buchtipp zum Thema Johanniskraut

Johanniskraut: Sanfte Hilfe bei Depressionen – Mit natürlichen Kräften gegen Nervosität, Schlaflosigkeit, Erschöpfung
von Anita Heßmann-Kosaris


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