Das Gänseblümchen reinigt die Haut von innen

Gänseblümchen

Das musst du über das Gänseblümchen wissen

Weil das Gänseblümchen – obwohl es so harmlos aussieht und fast überall wie Unkraut wächst – eine ganz besondere Pflanze ist, will ich an dieser Stelle auch etwas genauer darauf eingehen.

An der Vielzahl seiner unterschiedlichen Namen kannst du bereits sehen, dass die Pflanze seit langer Zeit bekannt ist. Bei unseren keltischen Vorfahren war sie eine heilige Pflanze, denn bereits die Menschen vor fast 400 Jahren erkannten, dass diese Blume voller Heilkräfte steckt.

Um so trauriger ist es, dass dieses Wissen heute fast völlig verloren gegangen ist und das Gänseblümchen deshalb besonders von Gartenliebhabern wie ein Unkraut behandelt und einfach abgemäht wird.

Noch schlimmer: In manchen Parks wird sogar ein spezielles Unkrautvernichtungsmittel gegen diese wundervolle Heilpflanze eingesetzt, weil man lieber grüne Rasenflächen sehen möchte als die fröhlichen weißen Farbtupfer.

Besonders für die Menschen des Mittelalters war diese Blume eines der wichtigsten Heilkräuter überhaupt, denn seine Wirkungen ist breit gefächert und es wuchs schon damals von März bis Oktober und war überall zu finden.

Die Menschen verwendeten des Gänseblümchen aber nicht nur als reine Heilpflanze – aufgrund der großen Armut und der häufigen Hungersnöte stand das Kraut fast täglich als Salat oder Suppe auf dem Speiseplan.

 

gaensebluemchen

Bei diesen Erkrankungen setzt du das Gänseblümchen ein

  • Wie schon gesagt: Das Gänseblümchen steckt voller starker Heilkräfte und wirkt bei sehr vielen Erkrankungen lindernd, aber auch vorbeugend, besonders bei Erkältungskrankheiten.
  • Grundsätzlich wirkt es blutreinigend, es stärkt das Immunsystem des Körpers, regt Magen, Galle und Leber an. Es stimuliert also den Stoffwechsel und bekämpft hervorragend Husten.
  • Regelmäßig genossen hilft es, Krankheitskeime im Körper unschädlich zu machen, und viele Asthmatiker schwören auf heißen Gänseblümchen-Tee.
  • Auch bei Hautreizungen, etwa nach Insektenstichen, wirkt es hervorragend, und als Badezusatz wurden die Pflanzenteile schon von den Römern sehr geschätzt.
  • Einsetzten kannst du das Gänseblümchen in fast jeder Form: als Salat oder Salatbeigabe, als Tee oder als Creme und Salbe.
  • Was diese Heilpflanze dabei so einzigartig macht, ist die Tatsache, dass du mit fast jeder Zubereitungsform eine breite Wirkung erzielen kannst.
  • Verwendet werden vom Gänseblümchen die Blütenkörbe (die man auch Kapern nennt, weil sie tatsächlich so ähnlich schmecken) und die einzelnen Blüten.

Wichtig zu Wissen

Die Heilpflanze entfaltet ihre Wirkung am besten in möglichst frischem Zustand – also direkt von der Wiese in die Küche!

Achte bei der Ernte darauf, dass die Blumen nicht von einer mit Dünger oder Unkrautvernichtungsmittel bearbeiteten Wiese stammen. Pflanzen, die direkt neben viel befahrenen Straßen wachsen, sind natürlich nicht für die Küche geeignet. Auch in öffentlichen Parks sind sie meistens ziemlich verschmutzt – und zwar meist mit Hundekot.

Am besten erntest du deshalb im eigenen Garten. Hast du keinen Garten, pflanzt du die Gänseblümchen einfach in einem Mini-Gewächshaus auf der Fensterbank oder im Sommer im Blumenkasten auf dem Balkon an.

Trockenen kannst du Gänseblümchen im Sommer einfach, indem du sie beispielsweise auf ein schwarzes Backblech in die Sonne legst. Du kannst die Pflanze aber auch einfrieren.

>> Rezepte mit Gänseblümchen


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