Beifuß schenkt Dir Schutz und Reinigung

Beifuß
Beifuß

Für germanische und keltische Stämme galt der Beifuß als die mächtigste aller Pflanzen

Beifuß wächst fast überall, an Zäunen, in Wiesen und an Waldrändern und ist leider auch vielen Kräuterkundigen nicht bekannt. Auch ich beachtete ihn früher weniger, bis ich die Pflanzenbücher von Wolf Dieter Storl und Susanne Fischer-Rizzi gelesen hatte. Durch das Wissen über die mythologische Bedeutung der Pflanze, wurde sie schließlich zu einer meiner Lieblingspflanzen.

Noch im Mittelalter feierte man den Beifuß als Mutter aller Kräuter und verehrte sie als Pflanze der Urgöttin.

Die Pflanze war der jugendlichen-verführerischen Göttin Artemis geweiht, und es wurde bei vielen Gelegenheiten mit Beifuß geräuchert. Das löste eine euphorische und stimulierende Wirkung aus.

Eigenschaften: verdauungsfördernd, wärmend, kräftigend, appetitanregend, krampflösend

Anwendungen mit Beifuß

  • Die Beifuß-Arten gelten als Auslöser für Heuschnupfen, deshalb ist eine Desensibilisierung mit Beifuß-Tee ein Versuch wert, den Heuschnupfen einzudämmen. Länger als 2 Wochen sollte der Versuch mit 1 Tasse täglich eingenommen,  jedoch nicht dauern.
  • Bei Magenstörungen, Galle- und Leberleiden, Hämorrhoiden, Nervenkrankheiten und bei Menstruationskrämpfen wird in der Volksheilkunde Beifußtee vom Kraut angewendet. Die keim- und pilzhemmenden Inhaltsstoffe regen sanft die Sekretion der großen Drüsen an.
  • Wenn man das Gefühl hat, zuviel Kälte abbekommen zu haben und die Gefahr einer Blasenentzündung oder Eierstockentzündung besteht, sind Bäder, Tee oder Tinktur mit Beifuß zu empfehlen. Zwischen kalten Füßen und dem Unterleib besteht eine starke Verbindung. Regelmäßige Fuß- und Sitzbäder und der innerliche Gebrauch sind dann hilfreich.
  • In der Schwangerschaft ist Beifuß unbedingt zu meiden, da er die Wehentätigkeit anregt. Früher hatten die Hebammen das Kraut immer mit dabei, denn es hilft in der nachgeburtlichen Phase bei der Abstoßung der Nachgeburt.
  • Der Wurzelabsud oder die Tinktur von der Wurzel werden bei Epilepsie mit Erfolg angewendet.
  • Gerebelte frische Blätter der Pflanze machen einen fetten Braten würziger und leichter verdaulich. Bei keinem Gänse- oder Schweinebraten sollte auf die verdauungsfördernden Würzeigenschaften des Beifuß verzichtet werden.
  • Kräutersalz mit Beifuß gehört zu allen fetten Speisen. 3 Teilen Salz, 2 Teilen Thymian, 1 Teil Rosmarin und 1 Teil Beifuß werden ein einem Gefäß miteinander verrieben und trocken und dunkel gelagert.
  • Zur Behandlung von Wunden drückt man den Saft aus der Pflanze heraus und benetzt damit die Wunde. Man kann diesen Saft auch teelöffelweise trinken.
  • In das Kopfkissen gepackt, hilft das Kraut bei Schlafstörungen. Der Duft wirkt beruhigend auf das Zentralnervensystem.

Räuchern mit Beifuß

Der getrocknete Beifuß ist eine wunderbare Räucherpflanze. Blätter und Blütenrispen werden vor dem Aufblühen geerntet und getrocknet.

Beifuß kann zum Ausräuchern von Räumen verwendet werden und eignet sich zur Reinigung bei starkem Elektrosmog zur Klärung der Atmosphäre nach einem Streit.

Auch für Segens- und Schutzräucherungen wird oft der Beifuß verwendet, und er ist bei seelischem Schmerz oder Übergangsritualen ein großer Helfer.

Rezepte

  • Tee aus den Blättern

1 Teelöffel Kraut wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrüht. Die Ziehzeit beträgt höchstens 5 Minuten. Bis zu drei Tassen täglich trinken und kein Süßmittel verwenden.

  • Tee aus den Wurzeln

Die Wurzeln werden im Spätherbst ausgegraben, gewaschen und gut verschlossen aufbewahrt. Erst bei Gebrauch werden die Wurzelstücke zu Pulver gemahlen. Ich verwende zur Verarbeitung von Wurzeln meinen Smoothie-Mixer mit sehr gutem Erfolg. Dosis: Bei Bedarf eine Messerspitze pro Tasse kurz kochen.





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