Beifuß schenkt dir Schutz und Reinigung

Beifuß

Für germanische und keltische Stämme galt der Beifuß als die mächtigste aller Pflanzen

Beifuß wächst fast überall, an Zäunen, in Wiesen und an Waldrändern und ist leider auch vielen Kräuterkundigen nicht bekannt. Auch ich beachtete ihn früher weniger, bis ich tiefer in das Pflanzenwissen eintauchte. Durch das Wissen über die mythologische Bedeutung der Pflanze wurde sie schließlich zu einer meiner Lieblingspflanzen.

Noch im Mittelalter feierte man den Beifuß als Mutter aller Kräuter und verehrte sie als Pflanze der Urgöttin.

Das Heilkraut war der jugendlichen-verführerischen Göttin Artemis geweiht, und es wurde bei vielen Gelegenheiten mit Beifuß geräuchert. Das löste eine euphorische und stimulierende Wirkung aus.

Eigenschaften: verdauungsfördernd, wärmend, kräftigend, appetitanregend, krampflösend

Heilpflanzen und Heilkräuter

Anwendungen

  • Die Beifuß-Arten gelten als Auslöser für Heuschnupfen, deshalb ist eine Desensibilisierung mit Beifuß-Tee einen Versuch wert den Heuschnupfen einzudämmen. Länger als 2 Wochen sollte die Kur –  mit 1 Tasse täglich – jedoch nicht dauern.
  • Bei Magenstörungen, Galle- und Leberleiden, Hämorrhoiden, Nervenkrankheiten und bei Menstruationskrämpfen wird in der Volksheilkunde Beifußtee angewendet. Die keim- und pilzhemmenden Inhaltsstoffe regen sanft die Sekretion der großen Drüsen an.
  • Wenn man das Gefühl hat, zu viel Kälte abbekommen zu haben und die Gefahr einer Blasenentzündung oder Eierstockentzündung besteht, sind Bäder, Tee oder Tinktur mit Beifuß zu empfehlen. Zwischen kalten Füßen und dem Unterleib besteht eine starke Verbindung. Regelmäßige Fuß- und Sitzbäder und der innerliche Gebrauch von Beifuß sind dann hilfreich.
  • ACHTUNG: In der Schwangerschaft ist Beifuß unbedingt zu meiden, da er die Wehentätigkeit anregt. Früher hatten die Hebammen das Kraut immer mit dabei, denn es hilft in der nachgeburtlichen Phase bei der Abstoßung der Nachgeburt.
  • Der Wurzelabsud oder die Tinktur von der Wurzel werden bei Epilepsie mit Erfolg angewendet.
  • Gerebelte frische Blätter der Pflanze machen einen fetten Braten würziger und leichter verdaulich. Bei keinem Gänse- oder Schweinebraten sollte auf die verdauungsfördernden Würzeigenschaften des Krautes verzichtet werden.
  • Kräutersalz mit Beifuß gehört zu allen fetten Speisen. 3 Teile Salz, 2 Teile Thymian, 1 Teil Rosmarin und 1 Teil Beifuß werden ein einem Gefäß miteinander verrieben und dann trocken und dunkel gelagert.
  • Zur Behandlung von Wunden drückt man den Saft aus der Heilpflanze heraus und benetzt damit die Wunde. Man kann diesen Saft auch teelöffelweise trinken.
  • In das Kopfkissen gepackt, hilft das Kraut bei Schlafstörungen. Der Duft wirkt beruhigend auf das Zentralnervensystem.

Räuchern mit Beifuß

Das getrocknete Kraut ist eine wunderbare Räucherpflanze. Blätter und Blütenrispen werden vor dem Aufblühen geerntet und getrocknet.

Beifuß kann zum Ausräuchern von Räumen verwendet werden und eignet sich zur Reinigung bei starkem Elektrosmog. Auch zur Klärung der Atmosphäre nach einem Streit bietet die Räucherung mit der Pflanze Hilfe.

Für Segens- und Schutzräucherungen wird das Kraut oft verwendet, und es ist bei seelischem Schmerz oder Übergangsritualen ein großer Helfer.

Rezepte

  • Tee aus den Blättern

1 Teelöffel Kraut wird mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrüht. Die Ziehzeit beträgt höchstens 5 Minuten. Bis zu drei Tassen täglich trinken und kein Süßmittel verwenden.

  • Tee aus den Wurzeln

Die Wurzeln werden im Spätherbst ausgegraben, gewaschen und gut verschlossen aufbewahrt. Erst bei Gebrauch werden die Wurzelstücke zu Pulver gemahlen. Ich benutze zum Zerkleinern von Wurzeln immer meinen Smoothie-Mixer mit sehr gutem Erfolg.

Dosis: Bei Bedarf eine Messerspitze pro Tasse kurz kochen.


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BITTE BEACHTE:
Meine Artikel zum Thema Kräuterkunde sollen nur der Einführung zum Thema dienen und dazu, sich erste Informationen zu besorgen.
Meine Informationen ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt oder Apotheker. Wenn Du Beschwerden oder Probleme hast, dann wende Dich bitte an einen Arzt.
Bitte beachte, dass ich Dir keinen medizinischen Rat und keine medizinische Auskunft geben kann und darf. Wende Dich auch in diesem Fall an einen Arzt oder Apotheker.

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